Interview mit Ursula Groden-Kranich

14.09.2017

Seit mittlerweile vier Jahren vertritt die ehemalige Hechtsheimer Ortsvorsteherin Ursula Groden-Kranich mit großem Engagement die Interessen der Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Mainz im Deutschen Bundestag. 2013 holte sie 40,1 Prozent und wurde direkt nach Berlin gewählt. Diesen Erfolg möchte sie bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 wiederholen, um sich weiter mit ganzer Kraft für die Belange der Stadt Mainz und weiten Teilen des Landkreises Mainz-Bingen einsetzen können. Wir sprachen mit Ursula Groden-Kranich über ihre Bilanz der letzten vier Jahre und ihre Ziele.

Frau Groden-Kranich, Sie sind seit der letzten Bundestagswahl 2013 direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mainz-Bingen. Was waren für Sie die Highlights?

Die Arbeit als Bundestagsabgeordnete ist immer sehr abwechslungsreich. Man kommt mit unglaublich vielen Themen und Menschen in Kontakt und natürlich gibt es da auch viele Situationen, die sich ins Gedächtnis einprägen. Für mich gehört in dieser Wahlperiode auf jeden Fall meine erste Teilnahme an der UN- Frauenrechtskonferenz in New York dazu. Dort treffen sich jährlich Frauen aus aller Welt, um Fragen der Frauenrechte zu diskutieren und die Gleichstellung der Frauen voranzubringen. In Berlin selbst hat mich die Bundestagsdebatte um die Resolution zum Völkermord an den Armeniern stark bewegt, denn sie hat deutlich gemacht, welch große historische Verantwortung gerade wir Deutsche haben, wenn es um die Verfolgten und Entrechteten weltweit geht. Gesellschaftlich war mein Highlight definitiv die Gartenparty aus Anlass des Geburtstags von Queen Elisabeth II., bei dem ich der Königin auch persönlich vorgestellt wurde.

Inwieweit hat Ihnen Ihre langjährige kommunalpolitische Erfahrung als Hechtsheimer Ortsvorsteherin und Stadträtin bei Ihrer Arbeit im Bundestag geholfen?

Als Ortsvorsteherin habe ich mir mein Rüstzeug für meine heutigen Aufgaben zugelegt. Am Ende lassen sich alle Entscheidungen darauf reduzieren, wie sie vor Ort in den Städten, Gemeinden und Ortsteilen wirken. Das ist ein Erfahrungsschatz, den ich nicht missen möchte und der mir bei vielen Entscheidungen sehr hilft.

Was haben Sie in den vergangenen Jahren in Berlin für Mainz erreicht? Wo konnten durch Entscheidungen bzw. Hilfen des Bundes Verbesserungen erzielt werden?

Wir konnten den Ausbau des Mainzer Rings erfolgreich im Bundesverkehrswegeplan festschreiben. Jetzt wird es darauf ankommen, dass die Landesregierung auch zügig die Planungen abschließt, so dass das Geld aus Berlin fließen kann. Ich habe mich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Bundesgelder für die Instandsetzung der Bürgerhäuser fließen. Besonders am Herzen liegt mir das reiche kulturelle Angebot unserer Heimat. Daher habe ich mich besonders gefreut, dass meine Unterstützung für diverse Kulturdenkmäler, etwa die Mainzer Johanniskirche oder das Kurfürstliche Schloß, Früchte getragen hat und wir auch hier mit Geldern aus Berlin helfen konnten.

Für welche Mainzer Themen wollen Sie sich in der nächsten Legislaturperiode einsetzen? Was sind Ihre Ziele?

Eines meiner Hauptthemen bleibt der Kampf gegen Fluglärm. Darum werde ich auch zeitnah nach der Wahl eine überparteiliche Parlamentariergruppe gegen Fluglärm ins Leben rufen.

Wo sehen Sie im nächsten Bundestag Ihre Arbeitsschwerpunkte?

In dieser Wahlperiode war ich ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie im EU-Ausschuss. Ich habe spannende Berichterstatterthemen, bin gut eingearbeitet und möchte mich hier auch in der kommenden Wahlperiode wieder engagiert einbringen.

Als Bundestagsabgeordnete sind Sie viel unterwegs und haben zumeist einen prallgefüllten Terminkalender. Was treibt Sie an bzw. was ist Ihre Motivation?

Ich habe mich schon immer gerne für die Belange anderer Menschen eingesetzt und das ist eine der Haupttriebfeder für ein Engagement in der Politik. Zudem reizt mich der Austausch mit Menschen aus aller Welt, wie wir ihn etwa in den so genannten Parlamentariergruppen oder eben auch im EU-Ausschuss pflegen. Ich bin immer gespannt auf Neues und neugierig auf die Zukunft.

Quelle: Rathaus-Brief der CDU Mainz vom 14. September 2017