Unsere Kandidatin für die Ortsvorsteherwahl

03.04.2019
Pressemitteilung

Claudia Siebner - Unsere Kandidatin für die Ortsvorsteherwahl 2019

Claudia, welche Bilanz ziehst du nach knapp fünf Jahren als Ortsvorsteherin?

Mein Ziel war es, mich dafür einzusetzen, dass Bretzenheim an mehreren Stellen attraktiver wird und wir mit neuem Schwung unser Umfeld gestalten. Das ist an vielen Stellen gut gelungen. Einige Beispiele: Gerade die Ortskernverschönerung war mehr als überfällig. Jetzt gerade aktuell ist der Schandfleck „Roxi-Kino“ und dessen unansehnliche Fenster in der Zaybachstraße verschwunden. Da gab es unterschiedliche Eigentümer und es musste einiges abgestimmt werden. Ich freue mich wirklich, dass das gelungen ist. Ein weiteres Beispiel sind die neuen Laternen am Roten Weg Richtung Hinkelsteiner Straße. Das trägt zur Sicherheit bei. An anderen Stellen fehlt allerdings noch Beleuchtung. Das muss ich weiter mit Beharrlichkeit verfolgen. Ich bin zuversichtlich, das gelingt auch.

Was war die größte Herausforderung?

Wirklich schwierig war der Prozess rund um die Bebauung der Tennishalle in der Albert-Stohr-Straße. Sicher fehlt in Mainz und natürlich auch in Bretzenheim Wohnraum. Aber die Idee des Investors, immerhin eine stadtnahe Gesellschaft, in 5 m Abstand zum Sportplatz mit der Bebauung zu beginnen, war nicht nachvollziehbar. Diese viel zu dichte Bebauung auf einer Fläche, die täglich von vielen Vereinssportlern benutzt wird, hätte mit Sicherheit zu Klagen geführt. Es war ein gutes Stück Arbeit, dies gemeinsam zu verhindern. Im Ortsbeirat waren CDU, ÖDP und FDP von Anfang an dabei und so haben wir gemeinsam wichtige Argumente gegen die dichte Bebauung geliefert. Besonders dankbar bin ich den Sportvereinen und hier an vorderster Stelle der TSG, die mit ihrer Unterschriftenaktion binnen kurzer Zeit 1000 Unterstützer fand. Das hat dann dazu geführt, dass von dieser Bebauung abgerückt wurde. Ich hoffe jetzt, dass es keine Klage gegen den Sportbetrieb gibt. Das muss unter allen Umständen vermieden werden.

Das hört sich nach vielen aufwendigen Prozessen an?

Ja, das ist so, aber das ist auch mein Verständnis von Vor-Ort-Politik. Sonst können wir die Ortsvorsteher und Ortsbeiräte abschaffen. Es ist die zentrale Aufgabe, Aufmerksamkeit zu schaffen und mit vielen Unterstützern für eine veränderte Sichtweise bei den städtischen Verantwortlichen zu sorgen. Wer, wenn nicht wir, die tagtäglich hier unterwegs sind und unseren Stadtteil kennen, sollten sonst kritische Rückmeldungen geben. Dazu ist es notwendig, gut vernetzt zu sein und einen Blick auf zukünftige Herausforderungen zu werfen. Erfahrung in der Kommunalpolitik ist natürlich ebenso wichtig. Alles zusammen ist die richtige Mischung, um Probleme zu lösen.

Du kandidierst wieder als Ortsvorsteherin. Was sind die dringendsten Aufgaben in den nächsten Jahren?

Wir brauchen barrierefreien Wohnraum, denn die Menschen wollen in Bretzen- heim leben, auch wenn sie auf unterstützende Angebote angewiesen sind. Zudem müssen wir uns gemeinsam dafür stark machen, dass die Vereine dauerhaft Räumlichkeiten haben. Das ist wichtig für das soziale und gemeinschaftliche Miteinander. Die Zukunft liegt in vielen Familien im Sozialraum, vor Ort, im Stadtteil. Das ist die zentrale Zukunftsaufgabe, hier gute Angebote zu haben. Wir haben uns mit dem Sozialraumgremium auf den Weg gemacht. Da muss aber auch noch viel geschehen. 

Und um noch ein Thema anzu- schneiden: übergeordnet ist die Lärmproblematik wichtig, die wir natürlich nicht im Stadtteil lösen können. Wir können aber die sehr engagierte Fluglärminitiative unterstützen, damit in Frankfurt endlich verstanden wird, dass die Belastungsgrenze erreicht ist und alles dafür getan wird, Lärm zu reduzieren. Dazu gehört mindestens die Einhaltung des Nachtflugverbots. Dass dies ausgehöhlt wird, ist unverantwortlich. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere wichtige Themen, ÖPNV , Kitaplätze und Ganztagsbetreuung und die dringend notwendige Sanierung einiger Straßen, beispielsweise am Südring.

Also, es gibt noch viel zu tun! Ich möchte die begonnene Arbeit gerne fortsetzen und werbe deshalb um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler, damit es in Bretzenheim weiter voran geht.